Sitze hier. Im Chaos. Habe aussortiert. Doch nur halb.
Sitze hier.
Sitze hier. In dem Haus, das mein "Zu Hause" sein soll.
Sitze hier. Lebe das Leben, das 'Meins' sein soll.
Sitze hier.
Sitze hier. Mit den Gedanken, Eindrücken, Impressionen vom Kirchentag.
Sitze hier.
Sitze hier. Und schreibe mit einer Freundin.
Sitze hier. Und lese ihren Blog.
Sitze hier.
Sitze hier. Und frage mich, wer ich bin.
Sitze hier.
Was soll das alles? Frage ich mich. Mittlerweile höre ich der emotionalen Musik von The Fray zu. Möchte weinen. Möchte durchdrehen. Möchte kämpfen. Gegen
Nichts läuft, wie es soll.
Ihr habe ich geschrieben:
Ich verzweifle grade einfach nur. Nichts läuft, wie ichs will. Ich bin im Begriff an der Schule zu scheitern, hätte 'ne Alternative, die aber so Risikoreich ist. Für einen Schulwechsel ist's jetzt zu spät, hätte ich mich früher drum kümmern müssen.
Ich hab mittlerweile drei Freunde, die ich die Besten nennen würde. Weil sie's einfach sind... und doch habe ich das Gefühl, das niemand wirklich alles von mir weiß.
Ich weiß auch einfach nicht, wohin mit mir. Wo ich in Zukunft sein will.
Und das nicht zu wissen ist nie besonders gut.
Ich mache mir viele Gedanken, bei denen ich immer wieder an meine Grenzen stoße, drohe depressiv zu werden.
Ich nehm so viele Tabletten, dass ich eigentlich in zwei Jahren an Nieren und Leber versagen sterben müsste.
Und, und, und.
Doch das brennenste ist:
Wie schaffe ich es, in dieser Welt zurecht zu kommen?
Kaum einer nimmt mich ernst.
Wenn ich einem Mädchen im vorbei gehen sage "Hey, cooles T-Shirt", weil wir das gleiche anhaben will ich sie direkt aufreissen. Einfach freundlich sein, offen für die Welt und andere Menschen sein, nein, das kann ja nicht mein Ziel sein.
Dass ich, wenn ein Mädchen sich neben mich setzt und wir eine Stunde lang Bus fahren, ich nicht einfach meine Musik weiter höre, sondern mich mit ihr unterhalte und versuche sie kennen zu lernen, versteht man natürlich auch nicht. Ich flirte, ist ja klar.
Wenn ich gegen etwas bin, bin ich bloß wieder der 'Rebell ohne Grund'. Doch, dass dieses 'ohne Grund' so viele Gründe hat. Dass ich es immer überdacht habe. Dass ich einfach genau weiß, was ich tue. Nein, daran denkt niemand.
Ich bin offen. Ich bin freundlich. Ich sehe die Menschen, die es mir schwer machen hier zurecht zu kommen an, und lache sie innerlich aus. Denn sie wissen nichts.
Doch diese Menschen sind nicht die einzigen, die mich kaputt machen.
Ich mache mir meine Gedanken. Zu Dingen, zur Umwelt, zur Politik, zur Wirtschaft, zur Gesellschaft, zu Religionen, zu Gott, zu Menschen, zu Dir und zu mir. Ich bin kritisch. Ich reflektiere. Ich höre mir alles an, bilde mir eine Meinung.
Und alles, was gesehen wird... Keine Ahnung. Was wird denn gesehen?
Das ich ein bisschen arrogant bin. Dass ich 'freundlich' und 'nett' bin. Dass ich hilfsbereit bin. Dass ich die ganze Zeit mit Kopfhörern rumlaufe. Viel bei Facebook bin.
Aber die Dinge, auf die es ankommt. Diese werden nicht gesehen.
Schließt eure Augen. Öffnet euer Herz. Denn nur damit sieht man das wahre.
Ich tue es. Versuche es jedenfalls. Aber in dieser Welt zurecht zu kommen, in dieser Welt, die so verachtend ist und auf Antipathie aufbaut, das fällt mir schwer.
Ich habe es geschafft, und schaffe es auch weiterhin. Aber mein Gehirn, dieses würde ich gerne abgeben. Bei Bedarf melden, ein Herz habe ich auch zu verschenken.
Be blessed!
Das ging mir wirklich sehr nahe und ich konnte mich zum Teil darin wiederfinden :S
AntwortenLöschenIch würde gerne mehr über dich erfahren...mehr WESENTLICHES...