Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.


6. Juni 2011

Aussortieren?

Nun sitze ich hier. Keine 24 Stunden zuhause.
Wieder da, vom Kirchentag.
Und habe irgendwie das Gefühl, ich müsste mein Leben aufräumen. Mein Zimmer sortieren. Unnütze Dinge wegschmeißen.
Öffne die Schublade. Sachen, mit denen ich nicht gerechnet habe, kommen zum Vorschein.
Kerzenständer, alte Portemonnaies, ein altes Geodreieck voller Tinte. Wieso besitze ich diese Dinge? Nie benutzt, ewig nicht mehr benutzt, nicht mehr zu benutzen.
Ein Taschenmesser, als Allzweckwerkzeug…
Ein Poster. Ein paar Postkarten, auf denen nichts geschrieben steht, die ich irgendwann, irgendwo, kostenlos bekommen habe.

Jede Menge Krimskrams, der mir nichts bedeutet.
Ein Hufeisen. Ein Würfel mit Buchstaben drauf. Ein Stein.
Mir fällt auf, dass in dem Portemonnaie mit dem Pokemonlogo, Ash und Pikachu, noch D-Mark sind…

Aber auch Dinge, an denen mein Herz hängt.

4 Spiele für den Gameboy-Color…
Eine alte Ulf und Zwulf Kassette.
Alte Football-Eintrittskarten, aus lange hinter mir gelassenen Seasons.

Eine kleine silberne Schildkröte, und ein Buch, im selben Design. Vom Adoptivvater meiner Oma.
Ein Dalmatiner aus dem Film 101 Dalmatiner, im Kindergarten von meinem damals besten Freund bekommen.
Ein Spielzeugauto.
Ein Holzigel mit meinem Namen drauf, auch aus dem Kindergarten.

Was ist bloß los.
Es sind Stücke, der Erinnerung. Sie lassen alles noch einmal auf leben. Diesen einen Moment.

Höre das Titellied von The Last Unicorn. Weiß nur noch, dass ich geweint habe, als ich ihn als kleines Kind gesehen habe. Verstanden, habe ich den Film nicht, doch ich wusste, dass es traurig ist, was passiert.

Änder die Musik. Oldies. Jetzt erstmal Blondie. Wer weiß schon, was noch kommt…

Nächste Schublade.

Eine Menge: Schrott.
Den Motor eines PC-Laufwerks. Auseinander gebaut, nur weil ich wissen wollte, wie’s drin aussieht.
Ein altes Handy. Eine Kette von meinem alten Portemonnaie… Plastik-Fussballspieler… in den Müll damit.
Zwei schlechte Taschenlampen.
Ein ‚Noch Single?’ – Button. Zwei alte Böller. Oh man, oh man. Was man so alles besitzt…
Und dann: Eine Holzschildkröte, auf dem man eine große Murmel legt. Kindergarten-Erinnerung.
Wieder alte Postkarten, manche mit Sinn, andere kostenlos bekommen, andere geschickt bekommen.
Die letzteren sind interessant. Ich lese sie mir durch…
Und bin davon fasziniert, was für einen unwichtigen Stuff meine Freunde schreiben, wenn sie im Urlaub sind. Mit einer Mischung aus sehr persönlichem. Hammer.
Habe noch eine Eintrittskarte gefunden, von Rhein Fire.
Dazu altes Zeug aus meiner Konfirmandenzeit und meine Konfirmationsurkunde.
Das Heft der Andachtreihe auf Fehmarn von 2009.
Aufkleber.
Magnete.
Nochmehr Postkarten.
Eine Menge Postkarten…
Auf einer der Postkarten steht „Schwarze Sachen trage ich nur, bis sie etwas noch Dunkleres erfinden.“ Circa zwei Jahre alt. Heute habe ich fast nur noch Weiße T-Shirts. Komisch, wie sich die Anziehsachen wandeln.
Poster. Eine Menge weg geschmissen. Doch die Schalke und FHM-Poster bleiben. Versteht sich von selbst, oder?

Be blessed!

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