Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.


6. Februar 2013

Zwischen diesem und jenem

Zwischen "ist okay, du schaffst das" und "diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu"
Zwischen wünschen, die Tränen würden kommen und wünschen, das Leben zu genießen
Zwischen guter Laune und schlechter Laune
Zwischen verkrampften Lungen und tief durchatmen
Zwischen Träumen und Leben
Zwischen Einsamkeit und bester Gesellschaft
Zwischen Freude und Trauer
Zwischen Müdigkeit und vollstem Bewusstsein
Zwischen Hektik und Entspanntheit
Zwischen...

Zwischen alledem, irgendwo da, spielt sich mein Leben ab.

Zwischen den Stühlen.
Da sitze ich, gefühlsmäßig.
Drum versuche ich immer mal wieder neue Sachen.
Heute: Klassische Musik.
Ich hätte nicht, wirklich gar nicht, gedacht, dass klassische, einfache Klaviermusik eine so schöne und beruhigende Wirkung auf mich hat.


Zwischen Schlaf und Wachsein.
Kennt ihr das?
Also, eigentlich kennt es glaub ich jeder.
Dieses seltsame Gefühl.
Der Wecker klingelt, aber man will noch nicht aufstehen. Also drückt man auf "Schlummern" oder "Snooze".
Man döst noch einmal weg, bis der Wecker in 10 Minuten wieder klingelt.
Aber dieses Dösen, das ist kein richtiges Schlafen.
Dieses Dösen ist aber auch kein Wachsein.
Es ist irgendwo dazwischen.
Ich gehöre zu den Menschen, die sich eigentlich nie an ihre Träume erinnern können - außer es sind (zum Glück) äußerst seltene Alpträume.
Aber in diesem Zustand, in denen man nicht bewusst denkt, nur das Unterbewusstsein funktioniert - ja, da Träume ich.
So kommt es, dass sich 10 Minuten oft anfühlen, wie eine  Stunde. Eine Stunde angestrengt träumender Schlaf.
Eine Stunde, in der das Unterbewusstsein mitsamt dem Gedächtnis verrückt spielt. 10 Minuten, in denen man eine Fülle von unbeschreiblichen Gefühlen und verworrenen Gedanken durchlebt.
Zehn Minuten.

So fühle ich mich zu oft, im Wachzustand.
Irgendwo zwischen Realität und Raum.
Irgendwo zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein.
Irgendwie, irgendwo zwischen.

Nun, wie gesagt. Ich höre gerade Klassik. Und ein Stück hat es mir besonders angetan.
Es ist ein Stück des deutschen Komponisten Robert Schuhmann, aus der Epoche der Romantik. Es stammt aus deinem 15. Opus und heißt (ja, es ist wirklich Zufall!): Träumerei.






Xo, und schöne Träume!

2 Kommentare:

  1. Ich hab doch letztens geschrieben, wie seltsam ich es finde wenn fremde Menschen einem die Gedanken praktische aus dem Kopf schreiben. Wie's aussieht gehörst du auch zu den Menschen, die das gelegentlich schaffen, jetzt grade zum Beispiel. Dieses Gefühl in den 10 Minuten, das kenne ich genau. Wenn man plötzlich Dinge sieht, die nicht da sind und auch weiß, dass sie eigentlich nicht da sind aber man noch zu sehr in dieser Traumwelt gefangen ist, um sich wirklich sicher zu sein. Dann bekommen Träume so einen Hauch von Realität und die dumpfen verschwommenen Erinnerungen begleiten mich manchmal den ganzen Tag. An die richtigen Träume in der Nacht kann ich mich auch nur selten erinnern, deshalb liebe ich dieses Gefühl so sehr. Ich wusste nie, wie ich es beschreiben soll also danke dafür :)
    Und zu deinem Klassik-Trip: Das einzige, wofür ich mich im Deutschunterricht wirklich begeistern kann, sind Liebesgedichte der Romantik. Wir haben viel von Karoline von Günderode gemacht, falls du noch nichts von ihr gehört hast und Lyrik magst, die Frau war echt klasse.
    Gute Nacht :)

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  2. Ich habe auch ganz viel Klaviermusik auf meinem Laptop. Wenn ich abends im Bett liege und der Kopf nicht den Mund halten will, schalte ich einfach die Musik an und irgendwann ist dann der Kopf endlich mal still. Yiruma ist einer meiner Lieblinge - nein, nicht "River flows in you". Herz an dich, Jeffilein.

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