Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.


20. Februar 2013

Chakuza - Windmühlen


Und schon oft auf dem Weg nach oben dacht ich: "Oh, verflucht
Das wird kein hoher Flug, der Boden ruft, Großstadtblues"
Ungewohnt, dass es mal dunkel, mal hell ist
Ich renn rum, stummer Held - der Hutmacher von Alice
All das abzuwaschen, war nicht einfach, aber tu es
Ab unter die Dusche, in den Abfluss mit der schwarzen Tusche
Und ich kann mich noch bis heute erinnern
Sie versprachen mir das Blaue vom Himmel, kreuzten die Finger
[...]
Ich war immer kurz davor aus der Stadt zu fliehen
Kein falsches Lachen, nie wieder Theater spielen
Lass alles hängen, endlich wieder wie ein Kind fühlen
Nie wieder kämpfen gegen Windmühlen
[...]
Damals sagte ich: "Hallo Welt, das bin ich."
Jetzt denk ich: "Meine Fresse, falsche Adresse erwischt."
Gefällt mir nicht, doch ich bleibe, ja was soll's?
Meine Freiheit, mein Reichtum, mein geheimer Schatz aus Gold
Bittere Tränen, bitterer Schnaps
Keine Schulter da zum anlehnen, ich nehm nicht mal die von Paps
Alles zig mal verpatzt, aber Stop, Schluß jetzt
Ein Shot Wodka Puschkin in ein trockenes Flußbett
Ich helf mir selbst, schalte meinen Kopf aus 


Deine seine Worte verstehe ich. Chakuza, einer der besten Musiker, die die deutschsprachige Landschaft zu bieten hat.
Und wow, man sieht in wieder lächeln. Ich hätte nicht gedacht, dass das nochmal passiert. Aber auch er hat seine psychischen Probleme hinter sich gelassen.
Und jetzt, seine neuen Lieder, sie geben mir Mut.
Mit seinen alten Songs kann ich mich identifizieren, weil sie so sehr meine Gedanken, meine Stimmungen wiederspiegeln.
Die neuen Sachen, kein Rap mehr, mit Band, wunderschön. Ich musste mich dran gewöhnen, das Chak jetzt anders klingt. Aber er hat nun ein anderes Leben.
Und seine Songs geben mir Kraft.







xoxo

19. Februar 2013

Diese Momente... Sommer + Gewitter || Tanz der Vampire

Jetzt stell dir das Folgende bitet vor:
Es ist Sommer.
25°; wolkenfreier, blauer Himmel.
Du bist schon relativ früh wach geworden, obwohl keine Schule ist oder du nicht arbeiten musst.
Du fühlst dich ausgeschlafen.
Du frühstückst draußen im Garten, in der Sonne.
Danach lässt du beim Duschen kühles, erfrischendes Wasser über deine Haut laufen.
Du schnappst dir ein paar Sachen für die Schule oder die Arbeit, machst ein bisschen was.
Wenn du fertig bist, die Sonne ihren wärmsten Punkt schon überschritten hat triffst du dich mit Freunden, ihr quatscht.
Oder du setzt dich auf dein Fahrrad und machst eine kleine Tour.
Oder du gehst spazieren.
Du tust alles, was du willst. Draußen, an der schönen, frischen Luft. Es herrscht ein leichter Luftzug, der dich nicht frieren lässt, sondern dich ab und an gut erfrischt und die Wärme nicht unerträglich macht.
Es wird später, und langsam ist es dunkel. Du kommst wieder nach Hause.
Es ist schon kühler, aber angenehm.
Es riecht stark nach Gewitter.
Du setzt dich noch draußen hin, liest unter der Lampe im Garten noch ein wenig. Dann fängt es an zu regnen. Nicht so ein Nieselregen, ein richtiger, starker Platzregen. Du setzt dich schnell unter das Dach. Dann holst du dir von drinnen ein kühles Bier. Es fängt an zu blitzen und zu donnern. Wenn du ein Raucher bist, steckst du dir jetzt in Ruhe eine Zigarette an.
Dazu machst du leise ruhige, entspannte Musik an, aber nicht zu laut. Du willst ja das beruhigende Prasseln des Regens noch hören.


Ich mag das aktuelle Wetter nicht.
Merkt man das?
Es ist nicht meins. Es ist alles grau. Es ist kalt. Ich will nicht mehr mit Pulli und dicker Jacke rumlaufen. Ich brauche keinen Schal. Ich brauche blauen Himmel, warme Luft und Sonne. 
Deswegen habe ich mich vorhin gedanklich in das eben Beschriebene versetzt. Und meine Traumwelt genossen. Dort fand ich es schöner, als im hier und jetzt.
Nun, jetzt bleibt mich nichts anderes übrig als zu warten....



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Tanz der Vampire - Die unstillbare Gier


Ich möchte Flamme sein und Asche werden
Und hab noch nie gebrannt.
Ich will hoch und höher steigen.
Und sinke immer wieder ins Nichts.
Ich will ein Engel oder ein Teufel sein,
Und bin doch nichts als eine Kreatur,
Die immer das will, was sie nicht kriegt. 
[...]
Ich will die Welt verstehen
Und alles wissen,
und kenn mich selber nicht.
Ich will frei und freier werden
Und werde meine Ketten nicht los.
Ich will ein Heiliger oder ein Verbrecher sein,  
[...]
Manche glauben an die Menschheit,
Und manche an an Geld und Ruhm.
Manche glauben an Kunst und Wissenschaft,
An Liebe und an Heldentum.
Viele glauben an Götter verschiedenster Art,
An Wunder und Zeichen,
An Himmel und Hölle,
An Sünde und Tugend
Und an Bibel und Brevier.
 





 Es ist eins meiner Lieblingslieder aus diesem Musical.
U.a. wegn dieser Zitate. 
Ich liebe sie und ich kann sie verstehen. Ich fühle sie. Ich kann nach vollziehen, was Graf von Krollok da singt. 
Und es macht mir Spaß sie immer wieder (neu) zu interpretieren.
Doch, das soll eure Aufgabe sein, wenn ihr wollt.
Hört das Lied. Hört das Musical, wenn ihr wollt.
Lest diese Zeilen und denkt einen Moment drüber nach. 
Ich liebe es einfach...








XO.

18. Februar 2013

Diese Orte... Landschaftspark!

Es sind diese Orte.
Diese "Sehenswürdigkeiten", diese "öffentlichen Plätze", diese "Grünflächen" oder auch diese "Naherholungsgebiete".
Hier, bei mir, in Duisburg. Ja, da gibt es einen Ort, der für mich alles ist. Weniger Grünfläche, dafür mehr Naherholungsgebiet.
Der Landschaftspark Duisburg Nord. Oder auch einfach nur Landschaftspark, Landi, Nordpark. Nennt ihn, wie ihr wollt.
Es ist so:

Ich bin gestresst.
Ich schnappe mir meine Kamera.
Ich fahr 10 Minuten mit dem Auto dahin.
Steige aus.
Hänge mir meine Kamera um.
Und bin entspannt.

Heute war es die Kamera. Manchmal setze ich mich dahin und lese. Oder beobachte Menschen. Oder spaziere einfach nur.

 Es ist unglaublich.

Wer den Landschaftspark nicht kennt:
Er ist ein Überbleibsel aus alter Thyssenindustrie. Es war einmal ein Hochhofen, dort kam der Stahl her. Und auch aus solchem Stahl ist alles gemacht. Heute, wie gesagt, ist es nur noch ein Überbleibsel. Große Teile der Anlage stehen noch, einen Hochhofen kann man besteigen - insofern man Schwindelfrei ist.
Dazu wird alles renaturiert. Oder teilweise bahnt die Natur sich auch einfach ihren Weg.
Ein Industriedenkmal, welches typisch für das Ruhrgebiet ist. Von vielen Touristen besucht und mit vielen "Stammgästen".
Für mich... ist es einfach sehr schön.
Oft Fotos kann ich da nicht machen, das wäre auf die Dauer zu langweilig.
Aber... heute, ja, heute war es das richtige.
Ich konnte mich endlich mal wieder entspannen.











Xoxo.

13. Februar 2013

Was soll ich noch sagen?

Der Abend, an dem ich glücklich war ist nun 5 Abende her.
Der Tag, an dem ich durchgehend glücklich war... keine Ahnung. Wann war das?
Wohl in den Sommerferien. Beim Road-Trip mit Justin.
Die Woche?
Der Monat?
Wann hat Glück das letzte mal mein Leben dominiert?
Wann habe ich das letzte mal durchgehend gelächelt?

Hey, ich weiß es. Mit... 12, 13? Da hatte ich mal bei vereinzelten Personen den Spitznamen "der Lächler". Einfach, weil ich immer gut gelaunt war und durchgehend... genau. Gegrinst, gelächelt habe.
Wow.

Heute, wenn ich in den Spiegel gucke...
Sehe ich in müde Augen. Obwohl ich genug geschlafen habe.
Sehe ich ein trauriges Lächeln. Obwohl ich keinen Grund habe, traurig zu sein.
Und oft auch gar nicht traurig bin...
Meine Trauer... kommt wohl aus der inneren Leere.

Es macht mich traurig, dass ich nicht mehr lächeln kann.
Es macht mich traurig, dass ich nicht glücklich bin.
Es macht mich traurig, dass ich mich so oft einsam fühle; auch, wenn ich gar nicht einsam bin.
Es macht mich traurig, dass ich mich so oft traurig fühle.

Oft, ja, oft.
Da weiß ich gar nicht, was ich noch sagen soll.
Auf eine Frage, eine ganz bestimmte Frage. Auf diese Frage, gibt es keine Antwort. Es gibt keine Antwort, die ehrlich wäre. Es gibt keine Antwort, die mein Gegenüber nicht vor den Kopf stoßen würde. Es gibt keine Antwort, die ich meinem Gegenüber zumuten möchte.
Die Frage. Sie ist so oft doch eine einfach Höflichkeitsfloskel. Wie ich diese Frage hasse. Wie ich es hasse, wenn Menschen, diese Frage stellen, ohne sich für die Antwort zu interessieren.
Diese Frage heißt: "Wie geht's?"

Wie es mir geht?
Nicht in Worte fassbar.  Einsam. Traurig. Müde. Kaputt. Zerrissen.
Reicht das als Antwort? Nein?! Okay!
Leer. Fertig. Überfordert. Hassend. Zermürbt. Grau. Schwach. Hoffnungslos. Hatte ich schon einsam?
Oh, ich soll aufhören?

"Ja, mir gehts ganz gut, und dir?"  - Die größte Lüge, meinerseits. Eine der Lügen, die ich (ge)brauche um mich und auch mein Gegenüber zu schützen.




 Also, was soll ich noch sagen? 


 

8. Februar 2013

Starlight Express ♥

Als ich noch in der Grundschule war, haben meine Eltern gesagt, meine Schwestern und ich sollen abstimmen. Entweder, wir gehen ins Phantasialand oder nach Starlight Express. Starlight Express war mein Vorschlag, also habe ich natürlich dafür gestimmt. Nun, meine Schwestern waren für das Phantasialand. Also... musste ich mich dem demokratisch abgestimmten Willen beugen. Ich war echt traurig. Aber ich bin fair: Das Phantasialand war auch klasse.

Es war schlicht und einfach ein Kindheitstraum von mir, in das Musical Starlight Express zu gehen.

Weihnachten kam dann die Überraschung. Ein Geschenk, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Eine Karte für: Starlight Express.
Heute war es soweit.
Und... verdammt, es war atemberaubend. Es war wunderbar. Wunderschön. Schöne Lieder. Schöne Stimmen. Super gesungen, super gespielt und es war alles drum und dran eine richtig klasse Show. So schnell werde ich das nu nicht mehr vergessen.

Dann kam die Zugabe, ein kleines Medley. Als erstes Lied davon noch einmal: Du allein.
...Na, was war dass denn, das meinen Blick so verschwommen gemacht hat?
Ein kleines Tränchen?
Es war einfach schön.








Xo!

6. Februar 2013

Zwischen diesem und jenem

Zwischen "ist okay, du schaffst das" und "diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu"
Zwischen wünschen, die Tränen würden kommen und wünschen, das Leben zu genießen
Zwischen guter Laune und schlechter Laune
Zwischen verkrampften Lungen und tief durchatmen
Zwischen Träumen und Leben
Zwischen Einsamkeit und bester Gesellschaft
Zwischen Freude und Trauer
Zwischen Müdigkeit und vollstem Bewusstsein
Zwischen Hektik und Entspanntheit
Zwischen...

Zwischen alledem, irgendwo da, spielt sich mein Leben ab.

Zwischen den Stühlen.
Da sitze ich, gefühlsmäßig.
Drum versuche ich immer mal wieder neue Sachen.
Heute: Klassische Musik.
Ich hätte nicht, wirklich gar nicht, gedacht, dass klassische, einfache Klaviermusik eine so schöne und beruhigende Wirkung auf mich hat.


Zwischen Schlaf und Wachsein.
Kennt ihr das?
Also, eigentlich kennt es glaub ich jeder.
Dieses seltsame Gefühl.
Der Wecker klingelt, aber man will noch nicht aufstehen. Also drückt man auf "Schlummern" oder "Snooze".
Man döst noch einmal weg, bis der Wecker in 10 Minuten wieder klingelt.
Aber dieses Dösen, das ist kein richtiges Schlafen.
Dieses Dösen ist aber auch kein Wachsein.
Es ist irgendwo dazwischen.
Ich gehöre zu den Menschen, die sich eigentlich nie an ihre Träume erinnern können - außer es sind (zum Glück) äußerst seltene Alpträume.
Aber in diesem Zustand, in denen man nicht bewusst denkt, nur das Unterbewusstsein funktioniert - ja, da Träume ich.
So kommt es, dass sich 10 Minuten oft anfühlen, wie eine  Stunde. Eine Stunde angestrengt träumender Schlaf.
Eine Stunde, in der das Unterbewusstsein mitsamt dem Gedächtnis verrückt spielt. 10 Minuten, in denen man eine Fülle von unbeschreiblichen Gefühlen und verworrenen Gedanken durchlebt.
Zehn Minuten.

So fühle ich mich zu oft, im Wachzustand.
Irgendwo zwischen Realität und Raum.
Irgendwo zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein.
Irgendwie, irgendwo zwischen.

Nun, wie gesagt. Ich höre gerade Klassik. Und ein Stück hat es mir besonders angetan.
Es ist ein Stück des deutschen Komponisten Robert Schuhmann, aus der Epoche der Romantik. Es stammt aus deinem 15. Opus und heißt (ja, es ist wirklich Zufall!): Träumerei.






Xo, und schöne Träume!

4. Februar 2013

"Wie war die Therapie?"






Super, hat Spaß gemacht. 
Wie Therapie immer ist.
...
Kein Bock mehr auf Therpie.
Kein Bock mehr auf Anti-Depressiva.
Ich will mein Leben zurück.


Die Wahrheit ist manchmal hart zu verkraften. So schnell bekomme ich mein altes Leben nicht zurück. Wenn ich es überhaupt "zurück" bekomme. Ich denke nicht. Es ist nichts mehr, wie es wahr. Vergangenheit ist Vergangenheit. Sie ist vergangen, vorbei, weg: Die Vergangenheit ist eine nakte Erinnerung. Was wir aus dieser Erinnerung tun - das ist das Entscheidende, oder nicht?
Ich kann nicht zurück in die Vergangenheit. Warum sollte ich auch? Ich mein, was hat sie mir gebracht? Ich würde alles genauso tun. Die Vergangenheit und die Erinnerungen gehören zu mir. Wenn ich zurück in die Vergangenheit reisen würde, würde ich bloß den Weg, den ich bis jetzt gegangen bin, noch einmal zurück legen. Warum sollte ich das tun wollen?

Ist es nicht viel wichtiger, den stolprigen, mit Dornenbüschen verwachsenen Weg, der vor mir liegt schön zu gestalten? 
Die Dornenbüsche kaputt machen, mich dadurch kämpfen? Ist es nicht das, worauf es ankommt?
Die Steine, die mir im Weg liegen zu einer Straße auszulegen.
Ab und zu einen Schritt zurück machen - um Anlauf zu nehmen?
Verdammt, es ist ein weiter Weg.
Verdammt, es ist ein beschwerlicher Weg.
Verdammt, ich werde diesen Weg gehen!
Ich werde das Beste aus dem machen, was sich mir bietet. Was bleibt mir denn sonst? Ich werde nicht aufgeben. So lange die Hoffnung noch da ist. So lange ich ab und an das Leben genießen kann - auch wenn dieses ab und an nur noch sehr selten vorhanden ist.

Irgendwann, ja, irgendwann.
Dann fange ich wieder an richtig zu leben.

Ich möchte jetzt schon einmal jedem Danken, der mich auf diesem langen, harten, anstrengenden und aufwühlendem Weg begleitet. 
Danke.


Xo.