Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.


30. Januar 2013

Ist okay, du kriegst das hin!

Nun, gestern habe ich von D-Bo geschrieben. Heute hat er verkündet nicht mehr zu rappen. Schade drum. Aber um ihn zu zitieren: "Sei nicht traurig, dass es vorbei ist, sei glücklich, dass du dabei warst..."
Nun. Wer sich fragt, warum er einer meiner Lieblingsrapper ist (war), dem möchte ich noch einen Text ans Herz legen. Das Lied ist leider nicht bei youtube online, daher müsst ihr euch mit dem Text begnügen.

D-Bo feat. Max Mostley - Ist Okay
 
Chorus 1:

Schule verkackt,
ist okay, du kriegst das hin,
Schulden bei der Bank,
ist okay, du kriegst das hin, 
Streit mit deiner Ex,
ist okay, du kriegst das hin,
den Teufel als Chef,
ist okay, du kriegst das hin,
Angst vor der Zukunft,
du kriegst das hin.
Du weißt nicht was auf dich zukommt,
doch du kriegst das hin,
Kopf hoch, Brust raus,
du kriegst das hin,
Hilfe beim aufstehn und du kriegst das hin,
Wer was will findet Wege, wenn nicht findet nen Grund,
das Beste am Leben, du bist dein eigener Mittelpunkt,
Leiden ist Gesund, gib deinen Leben einen Sinn,
wer nichts spürt ist bereits tot,
du kriegst das hin.

Refrain:

Weiß du wem du immer wirklich wichtig bist, das bist du.. du..
Folge deinem Herz du weiß was richtig für dich ist, allein du.. du...
Glaube an ein Traum auch wenn er winzig ist, du.. du..
Du, nur du kannst wissen was dir wichtig ist, allein du.. das bist du..

Chorus 2:

Nen Joint zuviel,
ist okay, du kriegst das hin,
Leben ohne Ziel,
ist okay, du kriegst das hin,
überfordert mit dem Kind,
ist okay, du kriegst das hin,
du bist irgendwie zu dünn,
ist okay, du kriegst das hin,
das ist alles viel zu viel,
du kriegst das hin,
ich sag nicht das es leicht
wird,
doch du kriegst das hin,
aufgeben ist nicht
du kriegst das hin,
plan machen loslegen und du kriegst das hin,
wer was will findet Wege, wenn nicht findet nen Grund,
was Beste am Leben, du bist dein eigener Mittelpunkt,
Leiden ist Gesund, gib deinen Leben einen Sinn,
Wer nichts spürt ist bereits tot,
du kriegst das hin.

(Du..., Du..., Du..., Du...)

Refrain:

Weiß du wem du immer wirklich wichtig bist, das bist du.. du..
Folge deinem Herz du weiß was richtig für dich ist, allein du.. du...
Glaube an ein Traum auch wenn er winzig ist, du.. du..
Du, nur du kannst wissen was dir wichtig ist, allein du.. das bist du..

Du...

Du...


Weiß du wem du immer wirklich wichtig bist, das bist du.. du..
Folge deinem Herz du weiß was richtig für dich ist, allein du.. du...
Glaube an ein Traum auch wenn er winzig ist, du.. du..
Du, nur du kannst wissen was dir wichtig ist, allein du.. das bist du..




________________________________

Nun. Ja. Also. Warum gerade dieser Text?
Weil... Die Aussagen des Texts gestern - Luft - und diesem - Ist Okay - sind bei mir im Moment tagesabwechselnde Stimmungen.
Den einen Tag denke ich, ich kann das alles nicht mehr. Bin verzweifelt, bin kaputt und müde.
Den anderen Tag denke ich, dass ich das alles schaffe. Dass ich in die Klinik gehe, dass ich vorher, dort, nachher an mir arbeite. Mein Abi schaffe und einfach alles schaffen kann, was ich wirklich schaffen will.

Tage?
Manchmal verändert diese Stimmung sich in Stunden, Minuten.
Manchmal bin ich wirklich schlecht drauf - gehe raus und lächle tatsächlich.

Ich muss sagen, es ist wirklich anstrengend. Es ist anstrengend und zermürbend. Es ist ermüdend. Ich weiß abends nicht, wie ich mich am nächsten Tag fühle. Okay, das weiß niemand, ich weiß. Aber - ich will jetzt nicht alles auf die Depression schieben, - Depressionen ändern vieles in einem. Die negativen Gefühle und Stimmungen sind einfach... extremer. Extremer als bei gesunden Menschen.

Heute war so ein Tag, an dem ich gemerkt habe, dass es Hoffnung da ist. Und diese Hoffnung hat sich schön angefühlt.
Das wird mein erstes Ziel sein. Diese Hoffnung öfter und irgendwann stärker zu spüren.

Xo.


P.S.: (Noch ein Zitat aus dem Lied:)  
Wer was will findet Wege, wenn nicht findet nen Grund!

29. Januar 2013

Luft.

Vorerst müsst ihr ein Lied hören. Oder wenigstens den Text lesen.
Ein Lied namens Luft.
Es ist ein Rap-Lied von einem Künstler namens D-Bo. Gefeatured wird es von Nazar und Raf Camora. 
Das Lied kommt von Die Lüge der Freiheit, einem Free-Album, welches ein Konzept-Album darstellt. Es handelt von Danny (D-Bo), welcher depressiv ist und stellt einen Tag in seinem Leben dar. Um den Kontext zu sehen: Nach dem Danny trainieren war und seine Gruppentherapie-Sitzung hatte, läuft er ein wenig durch Berlin und will Raf abholen, weil beide noch ins Studio wollen, aufnehmen. Nazar ist gerade bei Raf Zuhause, deswegen geht Danny hoch und sie unterhalten sich.







[Hook] (D-Bo, Nazar, Raf Camora) :
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Atme weiter, lass nicht zu, dass man dich fickt
Auge um Auge, Bruder das bin ich.
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Such den Grund bei dir, weshalb musst du dein Job hassen?
Block lieber ab, du solltest nichts in deinen Kopf lassen.

[Verse 1] (D-Bo) :

Heut' ist wieder so ein Tag an dem sich alles langsam anstaut,
und ich eine Wand brauch, ich boxe mit der Hand drauf.
Anlauf, dann Faust, später Chillen im Krankenhaus.
Ich weiß es ist ein alter Brauch, Reden mit Gewalt vertauscht.
Und ja ich glaub', heute könnte wieder so ein Scheiß passieren,
ich kann es fühlen, am liebsten würd ich nämlich gleich krepier'n.
N-A-Z, R-A-F, irgendwas liegt in der Luft,
hört ihr diesen Schatten, der mit Angst in seiner Stimme ruft:
"Ich bin verflucht!" Und ich zähle auf euch,
Eh ich drehe sonst durch, weil das Leben mich täuscht.
Denn ich acker wie ein Freak, doch ich bleibe im Dreck,
hör das Tack und das Tick, man die Zeit rennt mir weg.
Mir geht scheiße und ich glaub mir wird es später noch viel schlechter gehen,
nur weil sie mich nicht verstehen, kann man noch Menschen lächeln sehen.
Was ich nur hab, die Leute freuen sich halt, ihr findent's schön,
Vorsicht, ihr habt noch nie den Teufel grinsen sehen.

[Hook] (D-Bo, Nazar, Raf Camora) :
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Atme weiter, lass nicht zu, dass man dich fickt
Auge um Auge, Bruder das bin ich.
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Such den Grund bei dir, weshalb musst du dein Job hassen?
Block lieber ab, du solltest nichts in deinen Kopf lassen.

[Verse 2] (Nazar) :

Atme ein, atme aus, und wirf die Last von dir,
mach's wie ich, ich hab außer vor Gott nur noch Angst vor mir.
Ich weiß du bist ehrenvoller Mensch der seine Furcht zeigt,
doch wenn du Furcht zeigst, wirst du hier verurteilt.
Auch wenn es ganz schlecht läuft, und du grad Paras schiebst,
soll dir keiner sagen, dass die schlechte Luft da anders ist.
Du bist was bist, und veränder dich um keinen Preis,
keinen Plan wer dich stresst, doch unter Männern gibt es keinen Streit.
Vergiss all deine Sorgen, bis auf die deiner Familie,
denn sie allein benötigen die Hilfer deiner Liebe.
Frag mal Raf was die Sorgen aus ihm gemacht haben,
dieser psychische Horror lässt ihn nicht Nachts schlafen.
Wie ich es ihm gesagt hab, sag ich es auch dir,
es gibt keinen Grund zu streiten, wenn was tragisches passiert.
Deshalb denk auch an mich, denn nur ein Blick in deine Augen reicht,
und deine Welt bricht zusammen wenn du Trauer zeigst.

[Hook] (D-Bo, Nazar, Raf Camora) :
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Atme weiter, lass nicht zu, dass man dich fickt
Auge um Auge, Bruder das bin ich.
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Such den Grund bei dir, weshalb musst du dein Job hassen?
Block lieber ab, du solltest nichts in deinen Kopf lassen.

[Verse 3] (Raf Camora) :
Ich würd verstehen, wenn du meinen brüderlichen Rat nicht braucht,
doch auch ich hab häufig diesen psychischen Ballast im Bauch.
Wie du atmest, atme ich auch, ich schnapp nach Luft,
entgegen eines Deutschen Playas ist häufig Gewalt am Zug.
Bist du freundlich, denkt jeder hier sich er beugt sich in jeder Hinsicht,
und häufig geht's dann los, mit "Mach mal das." und "Geh mal hier mit."
Mit "Ich kenn das Gefühl, wenn dieser innere Vulkan ausbricht,
weil ein Hurensohn sich mit nem guten Mensch den Arsch auswischt."
Doch auch ein Labrador kann bissig werden,
und auch ein Pfarrer kann ne Kirche verbrennen, wenn man ihn dazu treibt.
Ne Warnung reicht, doch oft nimmt man sie nicht wahr,
denn wer fürchtet schon nen Menschen mit ner Bibel unter'm Arm?
Eigentlich bin ich gegen Schlagen, und grundlosem Entstellen,
aber besser ist du wehrst dich auf der Flucht gegen diese Schellen.
Ich sag bleib hart und lass dich von dem Schwachsinn hier nicht einengen,
sonst wirst du eines Tages wahnsinnig...


____________________________
 Nun, wer es nicht weiß, die drei sind meine absoluten lieblings Artits im Deutschrap-Business. Das Album gehört zu meinen Lieblingsalben und das Lied ist mein Lieblingslied auf diesem Album.
Warum?
Nun ja, weil ich das Gefühl kenne. Kaum noch atmen zu können. Weil alles einen einengt und kaputt macht.
Meine zentralen Verse:
 

 Heut' ist wieder so ein Tag an dem sich alles langsam anstaut,
und ich eine Wand brauch, ich boxe mit der Hand drauf.


Mir geht scheiße und ich glaub mir wird es später noch viel schlechter gehen,
nur weil sie mich nicht verstehen, kann man noch Menschen lächeln sehen.
Was ich nur hat, die Leute freuen sich halt, ihr findent's schön,
Vorsicht, ihr habt noch nie den Teufel grinsen sehen.


Was ich nur hab, die Leute freuen sich halt, ihr findent's schön,
Vorsicht, ihr habt noch nie den Teufel grinsen sehen.


Atme ein, atme aus, und wirf die Last von dir,
 
 Du bist was bist, und veränder dich um keinen Preis,

 Vergiss all deine Sorgen, bis auf die deiner Familie,
denn sie allein benötigen die Hilfer deiner Liebe.


 Wie du atmest, atme ich auch, ich schnapp nach Luft

Ich kenn das Gefühl, wenn dieser innere Vulkan ausbricht

 Ich sag bleib hart und lass dich von dem Schwachsinn hier nicht einengen,
sonst wirst du eines Tages wahnsinnig...



Und die wichtigste Line:

  Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu





_______________________________________

Was mir die Luft zuschnürt, das ist die Frage.
Dieser innere Druck. Dieses... nicht mehr weiter wissen. Dieses grau.  Grau in mir. Grau um mich herum. Dieses keine Antworten finden. Dieses müde sein. Dieses weg wollen - einfach weg.


Xo. 

23. Januar 2013

Klinik - Vorgespräch

Heute hatte ich das Vorgespräch in der Klinik.
Ein bisschen geredet, ein bisschen gefragt worden. Soweit, so gut. Soweit, so normal.
Nun. Dann wurd mir ein bisschen über die Klinik erzählt. Fast alles wusste ich schon durch die Internetseite.
Außer zwei Dinge, weswegen ich meinen Klinikaufenthalt dort machen möchte.
Der Kliniktag geht bis 17:15 Uhr. Ab dann, bis 22 Uhr kann man machen, was man will.
Außerdem: Von Samtag Morgen bis Sonntag Abend muss man nach Hause. Nein, nicht darf. Sondern muss. Die Klinik bleibt in der Zeit geschlossen.
Ich find das super.
Nicht durchgehend weg zu sein ist um einiges angenehmer.

Naja. Die Wartezeit beträgt 2-3 Monate.
Also hab ich weiter Leerlauf.

Also: Serien schauen, Lesen, Zeichnen.


Lie to me hab ich jetzt übrigens durch. Alle drei Staffeln.
Criminal Minds gibts ja auch nur noch einmal die Woche eine neue Folge.
Ich sollte mit Life anfangen...

In nächster Zeit mach ich vielleicht ein größeres Zeichenprojekt. Wär doch mal eine Idee, oder?

Und Bücher, die ich lesen will, hab ich auch noch eine Menge. Seit dem ich wieder vernünftig schlafe, kann ich mich sogar darauf konzentrieren.

Ab und an könnte ich eventuell auch mal was für die Schule tun...


Xo.

21. Januar 2013

Irgendwie.

Irgendwie habe ich den Drang zu reden.
Nur worüber, weiß ich nicht.
Irgendwie habe ich den Drang zu zuhören.
Nur wozu weiß ich nicht.
Irgendwie habe ich den Drang mein Herz zu öffnen.
Nur wem weiß ich nicht.

Irgendwie will ich so vieles.
Aber doch gar nichts.

Ist da jemand? Irgendjemand?
Jemand, der es schafft, dass ich mein Herz öffne?
Jemand, der es schafft, mich davon zu überzeugen, ihm alles zu erzählen?
Jemand, der es schafft, dass ich meine Geschichte wirklich erzähle?


"Geschichte". Wie sich das anhört.
"Lebensgeschichte". Noch seltsamer.
Eigentlich gibts es keine besondere Geschichte in meinem Leben.
Eigentlich ist alles besonders.
Oder auch nicht.
Es liegt im Auge des Betrachters. Für mein Verständnis ist mein Leben recht normal verlaufen.
Für andere vielleicht nicht.

Ja, diesen Jemand suche ich. Dieser Jemand, dessen Leben ich als besonders empfindet.
Ja, diesen Jemand suche ich. Dieser Jemand, der mein Leben als besonders empfnidet.



Oder kenen ich diesen Jemand schon?

20. Januar 2013

Woah.

Hilfe. Ich bin so todmüde.
Müde, nicht in dem Sinne wie in einigen Posts zuvor angesprochen. Sondern müde im wirklichen, körperlichen Sinne.
Bei Düsseldorf ist ARTig hab ich Lisa kennen gelernt. Wir hatten schon lange vor, was zu machen. Und da sie eine House-Party bei einer Freundin von ihr organisiert hat, hat sie mich auch eingeladen.
Soweit, so gut.
Eine Party. Ich. Lisa. Menschen, die ich nicht kenne.
Macht nichts. Ich hatte trotzdem Lust dazu.
Habe meinen Eltern nur gesagt, dass ich in Neuss bin. Nichts von der Party gesagt. Meine Mutter hätte sich doch eh nur unnötig Sorgen gemacht.
Um ehrlich zu sein, die Party war wirklich gut. Ich hab' mich zwischen den Menschen wohl gefühlt. Eine sehr durcheinander gewürfelte Gruppe. Schätzungsweise 80% der Anwesenden waren Homosexuell. Auch mal interessant.
Richtig viel getrunken. Irgendwann besoffen. Wieder runter gekommen. Müde.
Leute beobachten. Bisschen quatschen.
Über eine Stunde über Deutsch-Rap unterhalten.
Um 7 geschlafen. Um viertel nach 10 aufgewacht. What the hell...

Warum ich das jetzt erzähle?
Ja, eine gute Frage.
Vielleicht, weil ich müde bin und bloggen möchte. Aber nicht genau weiß worüber.
Vielleicht aber auch, weil ich mich teilweise wie Charly aus Perks of being a Wallflower gefühlt habe.

Ich habe es Justin vorher schon geschrieben, dass ich denke, dass ich mich so fühlen werde.
Menschen, die ich nicht kenne.
Menschen, die einen sehr alternativen Lebensstil haben.
Menschen, die sehr Indie sind.
Dazwischen: Ich. Oftmals als stiller Beobachter der ganzen Sache.
Ich, der die Atmosphäre aufgesogen hat, weil sie so gut war.
Ich, der eigentlich keine Ahnung hatte, was er da tut.

Nun, so wie Charly bin auch ich ein wenig zurückhaltend. Schaue gern zu und genieße die Stimmung. Lache. Unterhalte mich kurz.

Wirklich.
Es war schön. Es war lustig. Es war interessant.
Vielleicht seh ich ja den ein oder anderen wieder. Wer weiß.

15. Januar 2013

22:01

22:01 Uhr. Ich öffne Youtube.
22:01 Uhr. Die Töne von "The A Team" von Ed Sheeran erklingen.
22:01 Uhr. Ich öffne Blogger.
22:01 Uhr. Ich fange an zu schreiben.
22:01 Uhr. Ich starre auf die Zahlen.
22:02 Uhr. Ich frage mich, was ich ich hier tue.


Hat jemand von euch mal auf den Text von The A Team geachtet?
Nun, so neu ist das Lied nicht und dennoch habe ich vor einer Woche wirklich das erste Mal auf den Text dieses Liedes geachtet.
Und ich muss sagen... Ich war schockiert.
Wenn man das Lied als Deutsch-Muttersprachler hört, nicht besonders auf den Text achtet, hört es sich an, als wär es ein entspanntes, chilliges Lied, welches super in den Winter passt [...it's too cold for angels to fly...].
Vielleicht ein Liebeslied, wer weiß das schon...

Okay, jetzt zerstöre ich Illusionen. Wer das nicht möchte, darf hier aufhören zu lesen.

Das Lied handelt von einer jungen Frau, gerade auf dem Weg ins Leben einer Erwachsenen. Ein bisschen älter als 18 Jahre.
Nun, diese junge Frau wird bald sterben.
Nun, diese junge Frau ist drogenabhängig.
Nun, diese junge Frau geht anschaffen.
Nun, diese junge Frau zeigt depressive Züge.
Nun, diese junge Frau will dieses Leben nicht mehr.

Drogenabhängig? - Werdet ihr euch jetzt fragen.
Ja, drogenabhängig. "The Class A Team" von der Ed Sheeran da singt, steht für "harte Drogen", ergo Heroin, Crack, Meth, usw.

Ich war schockiert. Und erstaunt, ja bewundernt gegenüber Ed Sheeran. Der mit solcher Emotion dieses Lied singt. Diese Emotion, die man erst richtig zuordnen kann, wenn man den Text versteht.



Sagt mir, was sind eure Drogen?



Drogen, die einem am Leben halten?

Meine:
Freunde.
Familie.
Liebe.
Sehnsucht.
Adrenalin.
Musik.
Zigaretten.
Bücher.


Drogen, die einem das Leben zerstören?

Meine:
Druck.
Kälte. [Zwischenmenschlich]
Das deutsche Schulsystem.
Hass.
Enttäuschung.
Zerstörte Hoffnung.
Ungelöste Probleme.
Konflikte mit mir selbst.
Zu viele, zu negative Gedanken.


Die Aufforderung, mir eure Drogen zu nennen... Sie ist nicht so gemeint, ihr müsst/sollt dies nicht tun. Ich wollte, dass ihr einen Moment innehaltet. Einen kurzen Moment überlegt, euch selbst und euer Leben reflektiert. 
Nach meiner Meinung, sind dies Dinge, die jeder Mensch über sich wissen sollte.
Xo.




"The worst things in life come free to us" 
"Die schlimmsten Dinge im Leben sind umsonst"




 




9. Januar 2013

How do you feel now?

Confused.
Scared.

__________
Also, öhm. Ja.
Also bin ich dahin, zum Krankenhaus.
Ersteinmal die Station gesucht.
Gefunden.
Fragebogen ausgefüllt.
Kurzes Gespräch mit 2 Mitarbeiterinnen und zwei anderen "Interessenten an der Tagesklinik".
Kurzes Einzelgespräch.

Warum das Einzelgespräch kurz war?
"Ich denke, da wir hier in der Tagesklinik jediglich Gruppentherapien haben und keine Einzeltherapiestunden, ist hier nicht die richtige Station für Sie. Also, nicht dass wir Sie nicht haben wollen, aber ich denke, Sie benötigen eine intensivere Therapie.
Ich gebe Ihnen mal einen Flyer mit von unserer Psychiatrie, Station 17. Dort kann man intensiver auf sie eingehen."
Es ist nicht der genaue Wortlaut, aber der Wortsinn.
Aha. Stationäre Aufnahme. Okay.
Ich gehe raus.
Rauche.
Gehe an die Pforte.
Lasse mir den Weg erklären.
Suche die Station.
Folge Hinweisschildern.
Stehe vor der Intensivstation. Hier bin ich falsch.
Werde angesprochen, mir wird der Weg erklärt. 30 Minuten später: Station 17 gefunden. Akutstation für psychiatrische Psychotherapie.
Überwinde mich. Gehe hinein.
Klopfe am Dienstzimmer.
Nichts.
Ein weiteres, lauteres Klopfen.
Wieder nichts.
Ich atme tief durch, drehe mich um und gehe.
Zuhause rufe ich an.
"blablabla...Station 11... blabla.. auf Sie verwiesen... Termin..." "Ja, okay. Aber ich bin gerade in einer Besprung und kann deswegen nicht auf den Kalender gucken. Am besten rufen Sie später nochmal an. Ich bin bis in den Abend erreichbar."
Anderthalb Stunden später, ich werde zur Pforte durchgestellt. Dort wird versucht mich durchzustellen, ohne Erfolg.
Also.
Morgen nochmal anrufen.

_______________________
Stationär aufgenommen zu werden ist ein seltsames Gefühl.


...about my perception.

8. Januar 2013

Gespannt bin ich - Angst habe ich

Langsam geht der heutige Tag - einer der entspanntesten meines Lebens - zu Ende.
8.15 Uhr aufgestanden, danach laufen gegangen. Gemütlich gefrühstückt, fast den ganzen Tag gelesen.

Morgen um 13.15 Uhr habe ich meinen Termin in der Tagesklinik.
Vorstellungtermin, Vorgespräch.

Ich bin gespannt.
Darauf, was mir für Fragen gestellt werden.
Darauf, worüber ich reden werde, schon reden "muss".
Darauf, wie es in der Tagesklinik aussieht.
Darauf, wie das genaue Angebot, die genaue Behandlung aussieht.
Darauf, wie es ist dort zu sein, wenn auch noch nicht als Patient.
Darauf, wie lange ich warten muss.
Darauf, ob ich vielleicht sogar stationär aufgenommen werde.



Psychiatrie. Wie sich das anhört.
Es ist seltsam, was für einen Ruf dieser Fachbereich hat.
Es ist traurig, wie wenig Annsehen und wie wenig Akzeptanz eine psychiatrische Klinik in den Köpfen der Gesellschaft hat.

Es ist ein Fachbereich, mit ausgebildeten und spezialisierten Ärzten, Pfleger/innen und Sozialarbeitern.
Nur die Krankheitsbilder, welche dort behandelt werden, sind für die Allgemeinheit so schwer versteh-, ja greifbar.
Aber ganz ehrlich: Wenn ich Knieschmerzen habe, gehe ich ja auch nicht zum HNO-Arzt, oder?



Ich habe Angst.
Vor den kommenden Tagen.
Vor den kommenden Wochen.
Vor den kommenden Monaten.
Vor der Veränderung, die ja gutes bedeuten soll, aber nicht muss.
Vor dem Leben, das ich in naher Zukunft führen werde.
Vor den Depressionen.
Vor dem nicht-mehr-handeln-können.
Vor der Wartezeit.
Vor der Behandlung.



Morgen.
Weiß.
Ich.
Mehr.



Ich werde okay sein. Nur die Frage ist: Wann?
[Tumblr.-Bild]

4. Januar 2013

Ouch, I have lost myself again.

Ich sitze mal, mal wieder, auf der Treppe zum Garten. Es ist dunkel. Die Zigarette glimt - wie immer. Ein letzter Rest Jägermeister und fast geschmolzene Eiswürfel sind in meinem Glas.
Meine Musik dringt leise durch meine Kopfhörer in meine Ohren.
Ich schließe die Augen.
Der Wind weht mir den leichten Nieselregen in mein Gesicht.
Ich atme tief ein.
Atme tief aus.
Öffne die Augen.
Dunkelheit umgibt mich.

Be my friend
Hold me, wrap me up
Unfold me
I am small
I'm needy
Warm me up
And breathe me


Ouch I have lost myself again
Lost myself and I am nowhere to be found,
Yeah I think that I might break
I've lost myself again and I feel unsafe


Vierter Januar. Der Geburtstag meiner Schwester.
Ich mag Familienfeiern immernoch nicht besonders.
Ich mag dieses laute Stimmengewirr nicht.
Ich mag diese Oberflächlichkeit nicht.
Aber ich mag Kuchen.
Und umso mehr Zeit verging, desto schlechter wurde meine Laune.
Es tut mir Leid für meine Schwester, aber eigentlich wollte ich gar nicht da sein.
Eigentlich wollte ich ganz schnell weg, in meine eigene Welt, alleine sein.

Und dann - als ich nun endlich alleine zuhause, in meinem Zimmer, war - wusste ich nicht, was ich mit mir anfangen soll.
Also habe ich gezeichnet.
Also habe ich Jägermeister getrunken.
Also habe ich eine geraucht.
Also habe ich mich an meinen PC gesetzt und blogge.
Also.

Ich habe das Gefühl mich irgendwo heute verloren zu haben.
Heute? 

Schlecht gelaunt bin ich immernoch.
Ich glaub' ich geh schlafen. Um halb 10. An einem Freitag.

Gute Nacht.



1. Januar 2013

2013, so what?

Frohes neues Jahr, ja das wünsche ich euch! 

Okay. Ich fühle mich wirklich seltsam, das zu sagen.
Ich tue es, immer.
Aber nicht um des Jahres, nicht um der Worte Willen, sondern um der Höflichkeit Wille.
Jahr um Jahr vergeht.
Gute Vorsätze werden zum Ende des Jahres geschmiedet - und zum Ende des nächsten Jahres merkt man, dass man keinen davon umgesetzt hat.
Man sagt sich, dass in diesem folgendem Jahr alles besser wird, man alles anders macht.
Und nichts passiert.
Warum?
Ganz einfach.
Eine Jahreszahl ändert schlicht und einfach... nichts.

Gedankenexperiement:
Ich bin Raucher. Ich nehme mir am 31.12.12 vor im Jahre 2013 weniger zu rauchen. Am Ende des Jahres 2013 merke ich, dass ich immernoch die gleiche Menge an Zigaretten in Rauch verwandelt habe.

Meine Erklärung dafür: 
Ob ich nun weniger rauche, weil eine 08, eine 12, eine 13, oder eine 24 am Ende der 20 steht Interessiert niemandem. Nicht das Gehirn, nicht das Gewissen und schon gar nicht die Sucht.

Um Dinge zu verändern muss ein Prozess stattfinden. Okay, ich streite nicht ab, dass viele einen Jahreswechsel als Start dieses Prozesses nutzen, aber bei dem Großteil ist es einfach nur eine Heuchlerei und Lüge des Selbst gegenüber.

Veränderungen der Umwelt kommen meist einfach so.
Veränderungen des Selbst... it's progress. Es ist ein Weg, der gegangen werden muss.

Und nun frage ich euch:
Warum sollte ein Jahr gut werden, wenn das vorherige es nicht gut war?
Warum sollte der Anfang des Jahres froh und schön sein, wenn der Monat zuvor es auch nicht war?
Ich sehe da keinen Zusammenhang zu einer Jahreszahl.


Ich weiß es nicht. Diese Zeit im Jahr, die Weihnachtszeit, der Jahreswechsel... Ich habe immer das Gefühl schon alt und verbittertt zu sein. Dabei bin ich doch nur ein Junge(r Mann), der sein Leben genießen möchte.

Cheers!