Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.


29. Januar 2013

Luft.

Vorerst müsst ihr ein Lied hören. Oder wenigstens den Text lesen.
Ein Lied namens Luft.
Es ist ein Rap-Lied von einem Künstler namens D-Bo. Gefeatured wird es von Nazar und Raf Camora. 
Das Lied kommt von Die Lüge der Freiheit, einem Free-Album, welches ein Konzept-Album darstellt. Es handelt von Danny (D-Bo), welcher depressiv ist und stellt einen Tag in seinem Leben dar. Um den Kontext zu sehen: Nach dem Danny trainieren war und seine Gruppentherapie-Sitzung hatte, läuft er ein wenig durch Berlin und will Raf abholen, weil beide noch ins Studio wollen, aufnehmen. Nazar ist gerade bei Raf Zuhause, deswegen geht Danny hoch und sie unterhalten sich.







[Hook] (D-Bo, Nazar, Raf Camora) :
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Atme weiter, lass nicht zu, dass man dich fickt
Auge um Auge, Bruder das bin ich.
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Such den Grund bei dir, weshalb musst du dein Job hassen?
Block lieber ab, du solltest nichts in deinen Kopf lassen.

[Verse 1] (D-Bo) :

Heut' ist wieder so ein Tag an dem sich alles langsam anstaut,
und ich eine Wand brauch, ich boxe mit der Hand drauf.
Anlauf, dann Faust, später Chillen im Krankenhaus.
Ich weiß es ist ein alter Brauch, Reden mit Gewalt vertauscht.
Und ja ich glaub', heute könnte wieder so ein Scheiß passieren,
ich kann es fühlen, am liebsten würd ich nämlich gleich krepier'n.
N-A-Z, R-A-F, irgendwas liegt in der Luft,
hört ihr diesen Schatten, der mit Angst in seiner Stimme ruft:
"Ich bin verflucht!" Und ich zähle auf euch,
Eh ich drehe sonst durch, weil das Leben mich täuscht.
Denn ich acker wie ein Freak, doch ich bleibe im Dreck,
hör das Tack und das Tick, man die Zeit rennt mir weg.
Mir geht scheiße und ich glaub mir wird es später noch viel schlechter gehen,
nur weil sie mich nicht verstehen, kann man noch Menschen lächeln sehen.
Was ich nur hab, die Leute freuen sich halt, ihr findent's schön,
Vorsicht, ihr habt noch nie den Teufel grinsen sehen.

[Hook] (D-Bo, Nazar, Raf Camora) :
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Atme weiter, lass nicht zu, dass man dich fickt
Auge um Auge, Bruder das bin ich.
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Such den Grund bei dir, weshalb musst du dein Job hassen?
Block lieber ab, du solltest nichts in deinen Kopf lassen.

[Verse 2] (Nazar) :

Atme ein, atme aus, und wirf die Last von dir,
mach's wie ich, ich hab außer vor Gott nur noch Angst vor mir.
Ich weiß du bist ehrenvoller Mensch der seine Furcht zeigt,
doch wenn du Furcht zeigst, wirst du hier verurteilt.
Auch wenn es ganz schlecht läuft, und du grad Paras schiebst,
soll dir keiner sagen, dass die schlechte Luft da anders ist.
Du bist was bist, und veränder dich um keinen Preis,
keinen Plan wer dich stresst, doch unter Männern gibt es keinen Streit.
Vergiss all deine Sorgen, bis auf die deiner Familie,
denn sie allein benötigen die Hilfer deiner Liebe.
Frag mal Raf was die Sorgen aus ihm gemacht haben,
dieser psychische Horror lässt ihn nicht Nachts schlafen.
Wie ich es ihm gesagt hab, sag ich es auch dir,
es gibt keinen Grund zu streiten, wenn was tragisches passiert.
Deshalb denk auch an mich, denn nur ein Blick in deine Augen reicht,
und deine Welt bricht zusammen wenn du Trauer zeigst.

[Hook] (D-Bo, Nazar, Raf Camora) :
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Atme weiter, lass nicht zu, dass man dich fickt
Auge um Auge, Bruder das bin ich.
Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu
und ich werf enttäuscht, wie die anderen, das Handtuch.
Such den Grund bei dir, weshalb musst du dein Job hassen?
Block lieber ab, du solltest nichts in deinen Kopf lassen.

[Verse 3] (Raf Camora) :
Ich würd verstehen, wenn du meinen brüderlichen Rat nicht braucht,
doch auch ich hab häufig diesen psychischen Ballast im Bauch.
Wie du atmest, atme ich auch, ich schnapp nach Luft,
entgegen eines Deutschen Playas ist häufig Gewalt am Zug.
Bist du freundlich, denkt jeder hier sich er beugt sich in jeder Hinsicht,
und häufig geht's dann los, mit "Mach mal das." und "Geh mal hier mit."
Mit "Ich kenn das Gefühl, wenn dieser innere Vulkan ausbricht,
weil ein Hurensohn sich mit nem guten Mensch den Arsch auswischt."
Doch auch ein Labrador kann bissig werden,
und auch ein Pfarrer kann ne Kirche verbrennen, wenn man ihn dazu treibt.
Ne Warnung reicht, doch oft nimmt man sie nicht wahr,
denn wer fürchtet schon nen Menschen mit ner Bibel unter'm Arm?
Eigentlich bin ich gegen Schlagen, und grundlosem Entstellen,
aber besser ist du wehrst dich auf der Flucht gegen diese Schellen.
Ich sag bleib hart und lass dich von dem Schwachsinn hier nicht einengen,
sonst wirst du eines Tages wahnsinnig...


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 Nun, wer es nicht weiß, die drei sind meine absoluten lieblings Artits im Deutschrap-Business. Das Album gehört zu meinen Lieblingsalben und das Lied ist mein Lieblingslied auf diesem Album.
Warum?
Nun ja, weil ich das Gefühl kenne. Kaum noch atmen zu können. Weil alles einen einengt und kaputt macht.
Meine zentralen Verse:
 

 Heut' ist wieder so ein Tag an dem sich alles langsam anstaut,
und ich eine Wand brauch, ich boxe mit der Hand drauf.


Mir geht scheiße und ich glaub mir wird es später noch viel schlechter gehen,
nur weil sie mich nicht verstehen, kann man noch Menschen lächeln sehen.
Was ich nur hat, die Leute freuen sich halt, ihr findent's schön,
Vorsicht, ihr habt noch nie den Teufel grinsen sehen.


Was ich nur hab, die Leute freuen sich halt, ihr findent's schön,
Vorsicht, ihr habt noch nie den Teufel grinsen sehen.


Atme ein, atme aus, und wirf die Last von dir,
 
 Du bist was bist, und veränder dich um keinen Preis,

 Vergiss all deine Sorgen, bis auf die deiner Familie,
denn sie allein benötigen die Hilfer deiner Liebe.


 Wie du atmest, atme ich auch, ich schnapp nach Luft

Ich kenn das Gefühl, wenn dieser innere Vulkan ausbricht

 Ich sag bleib hart und lass dich von dem Schwachsinn hier nicht einengen,
sonst wirst du eines Tages wahnsinnig...



Und die wichtigste Line:

  Diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu





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Was mir die Luft zuschnürt, das ist die Frage.
Dieser innere Druck. Dieses... nicht mehr weiter wissen. Dieses grau.  Grau in mir. Grau um mich herum. Dieses keine Antworten finden. Dieses müde sein. Dieses weg wollen - einfach weg.


Xo. 

23. Januar 2013

Klinik - Vorgespräch

Heute hatte ich das Vorgespräch in der Klinik.
Ein bisschen geredet, ein bisschen gefragt worden. Soweit, so gut. Soweit, so normal.
Nun. Dann wurd mir ein bisschen über die Klinik erzählt. Fast alles wusste ich schon durch die Internetseite.
Außer zwei Dinge, weswegen ich meinen Klinikaufenthalt dort machen möchte.
Der Kliniktag geht bis 17:15 Uhr. Ab dann, bis 22 Uhr kann man machen, was man will.
Außerdem: Von Samtag Morgen bis Sonntag Abend muss man nach Hause. Nein, nicht darf. Sondern muss. Die Klinik bleibt in der Zeit geschlossen.
Ich find das super.
Nicht durchgehend weg zu sein ist um einiges angenehmer.

Naja. Die Wartezeit beträgt 2-3 Monate.
Also hab ich weiter Leerlauf.

Also: Serien schauen, Lesen, Zeichnen.


Lie to me hab ich jetzt übrigens durch. Alle drei Staffeln.
Criminal Minds gibts ja auch nur noch einmal die Woche eine neue Folge.
Ich sollte mit Life anfangen...

In nächster Zeit mach ich vielleicht ein größeres Zeichenprojekt. Wär doch mal eine Idee, oder?

Und Bücher, die ich lesen will, hab ich auch noch eine Menge. Seit dem ich wieder vernünftig schlafe, kann ich mich sogar darauf konzentrieren.

Ab und an könnte ich eventuell auch mal was für die Schule tun...


Xo.

21. Januar 2013

Irgendwie.

Irgendwie habe ich den Drang zu reden.
Nur worüber, weiß ich nicht.
Irgendwie habe ich den Drang zu zuhören.
Nur wozu weiß ich nicht.
Irgendwie habe ich den Drang mein Herz zu öffnen.
Nur wem weiß ich nicht.

Irgendwie will ich so vieles.
Aber doch gar nichts.

Ist da jemand? Irgendjemand?
Jemand, der es schafft, dass ich mein Herz öffne?
Jemand, der es schafft, mich davon zu überzeugen, ihm alles zu erzählen?
Jemand, der es schafft, dass ich meine Geschichte wirklich erzähle?


"Geschichte". Wie sich das anhört.
"Lebensgeschichte". Noch seltsamer.
Eigentlich gibts es keine besondere Geschichte in meinem Leben.
Eigentlich ist alles besonders.
Oder auch nicht.
Es liegt im Auge des Betrachters. Für mein Verständnis ist mein Leben recht normal verlaufen.
Für andere vielleicht nicht.

Ja, diesen Jemand suche ich. Dieser Jemand, dessen Leben ich als besonders empfindet.
Ja, diesen Jemand suche ich. Dieser Jemand, der mein Leben als besonders empfnidet.



Oder kenen ich diesen Jemand schon?

20. Januar 2013

Woah.

Hilfe. Ich bin so todmüde.
Müde, nicht in dem Sinne wie in einigen Posts zuvor angesprochen. Sondern müde im wirklichen, körperlichen Sinne.
Bei Düsseldorf ist ARTig hab ich Lisa kennen gelernt. Wir hatten schon lange vor, was zu machen. Und da sie eine House-Party bei einer Freundin von ihr organisiert hat, hat sie mich auch eingeladen.
Soweit, so gut.
Eine Party. Ich. Lisa. Menschen, die ich nicht kenne.
Macht nichts. Ich hatte trotzdem Lust dazu.
Habe meinen Eltern nur gesagt, dass ich in Neuss bin. Nichts von der Party gesagt. Meine Mutter hätte sich doch eh nur unnötig Sorgen gemacht.
Um ehrlich zu sein, die Party war wirklich gut. Ich hab' mich zwischen den Menschen wohl gefühlt. Eine sehr durcheinander gewürfelte Gruppe. Schätzungsweise 80% der Anwesenden waren Homosexuell. Auch mal interessant.
Richtig viel getrunken. Irgendwann besoffen. Wieder runter gekommen. Müde.
Leute beobachten. Bisschen quatschen.
Über eine Stunde über Deutsch-Rap unterhalten.
Um 7 geschlafen. Um viertel nach 10 aufgewacht. What the hell...

Warum ich das jetzt erzähle?
Ja, eine gute Frage.
Vielleicht, weil ich müde bin und bloggen möchte. Aber nicht genau weiß worüber.
Vielleicht aber auch, weil ich mich teilweise wie Charly aus Perks of being a Wallflower gefühlt habe.

Ich habe es Justin vorher schon geschrieben, dass ich denke, dass ich mich so fühlen werde.
Menschen, die ich nicht kenne.
Menschen, die einen sehr alternativen Lebensstil haben.
Menschen, die sehr Indie sind.
Dazwischen: Ich. Oftmals als stiller Beobachter der ganzen Sache.
Ich, der die Atmosphäre aufgesogen hat, weil sie so gut war.
Ich, der eigentlich keine Ahnung hatte, was er da tut.

Nun, so wie Charly bin auch ich ein wenig zurückhaltend. Schaue gern zu und genieße die Stimmung. Lache. Unterhalte mich kurz.

Wirklich.
Es war schön. Es war lustig. Es war interessant.
Vielleicht seh ich ja den ein oder anderen wieder. Wer weiß.