Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.


8. Februar 2013

Starlight Express ♥

Als ich noch in der Grundschule war, haben meine Eltern gesagt, meine Schwestern und ich sollen abstimmen. Entweder, wir gehen ins Phantasialand oder nach Starlight Express. Starlight Express war mein Vorschlag, also habe ich natürlich dafür gestimmt. Nun, meine Schwestern waren für das Phantasialand. Also... musste ich mich dem demokratisch abgestimmten Willen beugen. Ich war echt traurig. Aber ich bin fair: Das Phantasialand war auch klasse.

Es war schlicht und einfach ein Kindheitstraum von mir, in das Musical Starlight Express zu gehen.

Weihnachten kam dann die Überraschung. Ein Geschenk, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Eine Karte für: Starlight Express.
Heute war es soweit.
Und... verdammt, es war atemberaubend. Es war wunderbar. Wunderschön. Schöne Lieder. Schöne Stimmen. Super gesungen, super gespielt und es war alles drum und dran eine richtig klasse Show. So schnell werde ich das nu nicht mehr vergessen.

Dann kam die Zugabe, ein kleines Medley. Als erstes Lied davon noch einmal: Du allein.
...Na, was war dass denn, das meinen Blick so verschwommen gemacht hat?
Ein kleines Tränchen?
Es war einfach schön.








Xo!

6. Februar 2013

Zwischen diesem und jenem

Zwischen "ist okay, du schaffst das" und "diese Luft um mich rum, schnürt mir langsam den Hals zu"
Zwischen wünschen, die Tränen würden kommen und wünschen, das Leben zu genießen
Zwischen guter Laune und schlechter Laune
Zwischen verkrampften Lungen und tief durchatmen
Zwischen Träumen und Leben
Zwischen Einsamkeit und bester Gesellschaft
Zwischen Freude und Trauer
Zwischen Müdigkeit und vollstem Bewusstsein
Zwischen Hektik und Entspanntheit
Zwischen...

Zwischen alledem, irgendwo da, spielt sich mein Leben ab.

Zwischen den Stühlen.
Da sitze ich, gefühlsmäßig.
Drum versuche ich immer mal wieder neue Sachen.
Heute: Klassische Musik.
Ich hätte nicht, wirklich gar nicht, gedacht, dass klassische, einfache Klaviermusik eine so schöne und beruhigende Wirkung auf mich hat.


Zwischen Schlaf und Wachsein.
Kennt ihr das?
Also, eigentlich kennt es glaub ich jeder.
Dieses seltsame Gefühl.
Der Wecker klingelt, aber man will noch nicht aufstehen. Also drückt man auf "Schlummern" oder "Snooze".
Man döst noch einmal weg, bis der Wecker in 10 Minuten wieder klingelt.
Aber dieses Dösen, das ist kein richtiges Schlafen.
Dieses Dösen ist aber auch kein Wachsein.
Es ist irgendwo dazwischen.
Ich gehöre zu den Menschen, die sich eigentlich nie an ihre Träume erinnern können - außer es sind (zum Glück) äußerst seltene Alpträume.
Aber in diesem Zustand, in denen man nicht bewusst denkt, nur das Unterbewusstsein funktioniert - ja, da Träume ich.
So kommt es, dass sich 10 Minuten oft anfühlen, wie eine  Stunde. Eine Stunde angestrengt träumender Schlaf.
Eine Stunde, in der das Unterbewusstsein mitsamt dem Gedächtnis verrückt spielt. 10 Minuten, in denen man eine Fülle von unbeschreiblichen Gefühlen und verworrenen Gedanken durchlebt.
Zehn Minuten.

So fühle ich mich zu oft, im Wachzustand.
Irgendwo zwischen Realität und Raum.
Irgendwo zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein.
Irgendwie, irgendwo zwischen.

Nun, wie gesagt. Ich höre gerade Klassik. Und ein Stück hat es mir besonders angetan.
Es ist ein Stück des deutschen Komponisten Robert Schuhmann, aus der Epoche der Romantik. Es stammt aus deinem 15. Opus und heißt (ja, es ist wirklich Zufall!): Träumerei.






Xo, und schöne Träume!

4. Februar 2013

"Wie war die Therapie?"






Super, hat Spaß gemacht. 
Wie Therapie immer ist.
...
Kein Bock mehr auf Therpie.
Kein Bock mehr auf Anti-Depressiva.
Ich will mein Leben zurück.


Die Wahrheit ist manchmal hart zu verkraften. So schnell bekomme ich mein altes Leben nicht zurück. Wenn ich es überhaupt "zurück" bekomme. Ich denke nicht. Es ist nichts mehr, wie es wahr. Vergangenheit ist Vergangenheit. Sie ist vergangen, vorbei, weg: Die Vergangenheit ist eine nakte Erinnerung. Was wir aus dieser Erinnerung tun - das ist das Entscheidende, oder nicht?
Ich kann nicht zurück in die Vergangenheit. Warum sollte ich auch? Ich mein, was hat sie mir gebracht? Ich würde alles genauso tun. Die Vergangenheit und die Erinnerungen gehören zu mir. Wenn ich zurück in die Vergangenheit reisen würde, würde ich bloß den Weg, den ich bis jetzt gegangen bin, noch einmal zurück legen. Warum sollte ich das tun wollen?

Ist es nicht viel wichtiger, den stolprigen, mit Dornenbüschen verwachsenen Weg, der vor mir liegt schön zu gestalten? 
Die Dornenbüsche kaputt machen, mich dadurch kämpfen? Ist es nicht das, worauf es ankommt?
Die Steine, die mir im Weg liegen zu einer Straße auszulegen.
Ab und zu einen Schritt zurück machen - um Anlauf zu nehmen?
Verdammt, es ist ein weiter Weg.
Verdammt, es ist ein beschwerlicher Weg.
Verdammt, ich werde diesen Weg gehen!
Ich werde das Beste aus dem machen, was sich mir bietet. Was bleibt mir denn sonst? Ich werde nicht aufgeben. So lange die Hoffnung noch da ist. So lange ich ab und an das Leben genießen kann - auch wenn dieses ab und an nur noch sehr selten vorhanden ist.

Irgendwann, ja, irgendwann.
Dann fange ich wieder an richtig zu leben.

Ich möchte jetzt schon einmal jedem Danken, der mich auf diesem langen, harten, anstrengenden und aufwühlendem Weg begleitet. 
Danke.


Xo.





30. Januar 2013

Ist okay, du kriegst das hin!

Nun, gestern habe ich von D-Bo geschrieben. Heute hat er verkündet nicht mehr zu rappen. Schade drum. Aber um ihn zu zitieren: "Sei nicht traurig, dass es vorbei ist, sei glücklich, dass du dabei warst..."
Nun. Wer sich fragt, warum er einer meiner Lieblingsrapper ist (war), dem möchte ich noch einen Text ans Herz legen. Das Lied ist leider nicht bei youtube online, daher müsst ihr euch mit dem Text begnügen.

D-Bo feat. Max Mostley - Ist Okay
 
Chorus 1:

Schule verkackt,
ist okay, du kriegst das hin,
Schulden bei der Bank,
ist okay, du kriegst das hin, 
Streit mit deiner Ex,
ist okay, du kriegst das hin,
den Teufel als Chef,
ist okay, du kriegst das hin,
Angst vor der Zukunft,
du kriegst das hin.
Du weißt nicht was auf dich zukommt,
doch du kriegst das hin,
Kopf hoch, Brust raus,
du kriegst das hin,
Hilfe beim aufstehn und du kriegst das hin,
Wer was will findet Wege, wenn nicht findet nen Grund,
das Beste am Leben, du bist dein eigener Mittelpunkt,
Leiden ist Gesund, gib deinen Leben einen Sinn,
wer nichts spürt ist bereits tot,
du kriegst das hin.

Refrain:

Weiß du wem du immer wirklich wichtig bist, das bist du.. du..
Folge deinem Herz du weiß was richtig für dich ist, allein du.. du...
Glaube an ein Traum auch wenn er winzig ist, du.. du..
Du, nur du kannst wissen was dir wichtig ist, allein du.. das bist du..

Chorus 2:

Nen Joint zuviel,
ist okay, du kriegst das hin,
Leben ohne Ziel,
ist okay, du kriegst das hin,
überfordert mit dem Kind,
ist okay, du kriegst das hin,
du bist irgendwie zu dünn,
ist okay, du kriegst das hin,
das ist alles viel zu viel,
du kriegst das hin,
ich sag nicht das es leicht
wird,
doch du kriegst das hin,
aufgeben ist nicht
du kriegst das hin,
plan machen loslegen und du kriegst das hin,
wer was will findet Wege, wenn nicht findet nen Grund,
was Beste am Leben, du bist dein eigener Mittelpunkt,
Leiden ist Gesund, gib deinen Leben einen Sinn,
Wer nichts spürt ist bereits tot,
du kriegst das hin.

(Du..., Du..., Du..., Du...)

Refrain:

Weiß du wem du immer wirklich wichtig bist, das bist du.. du..
Folge deinem Herz du weiß was richtig für dich ist, allein du.. du...
Glaube an ein Traum auch wenn er winzig ist, du.. du..
Du, nur du kannst wissen was dir wichtig ist, allein du.. das bist du..

Du...

Du...


Weiß du wem du immer wirklich wichtig bist, das bist du.. du..
Folge deinem Herz du weiß was richtig für dich ist, allein du.. du...
Glaube an ein Traum auch wenn er winzig ist, du.. du..
Du, nur du kannst wissen was dir wichtig ist, allein du.. das bist du..




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Nun. Ja. Also. Warum gerade dieser Text?
Weil... Die Aussagen des Texts gestern - Luft - und diesem - Ist Okay - sind bei mir im Moment tagesabwechselnde Stimmungen.
Den einen Tag denke ich, ich kann das alles nicht mehr. Bin verzweifelt, bin kaputt und müde.
Den anderen Tag denke ich, dass ich das alles schaffe. Dass ich in die Klinik gehe, dass ich vorher, dort, nachher an mir arbeite. Mein Abi schaffe und einfach alles schaffen kann, was ich wirklich schaffen will.

Tage?
Manchmal verändert diese Stimmung sich in Stunden, Minuten.
Manchmal bin ich wirklich schlecht drauf - gehe raus und lächle tatsächlich.

Ich muss sagen, es ist wirklich anstrengend. Es ist anstrengend und zermürbend. Es ist ermüdend. Ich weiß abends nicht, wie ich mich am nächsten Tag fühle. Okay, das weiß niemand, ich weiß. Aber - ich will jetzt nicht alles auf die Depression schieben, - Depressionen ändern vieles in einem. Die negativen Gefühle und Stimmungen sind einfach... extremer. Extremer als bei gesunden Menschen.

Heute war so ein Tag, an dem ich gemerkt habe, dass es Hoffnung da ist. Und diese Hoffnung hat sich schön angefühlt.
Das wird mein erstes Ziel sein. Diese Hoffnung öfter und irgendwann stärker zu spüren.

Xo.


P.S.: (Noch ein Zitat aus dem Lied:)  
Wer was will findet Wege, wenn nicht findet nen Grund!