Konzerte bewirken bei mir wahre Wunder.
Während Konzerten verliere ich mich in der Musik.
Ich höre die Musik nicht, ich fühle sie.
Dafür sind Konzerte da, man muss die Musik lieben, man muss abschalten und nur noch hören und fühlen.
Irgendwann kommt man in diese eine Art von Ekstase, in den Flow.
Man vergisst alles.
Man vergisst die Welt um einen herum.
Man vergisst, was einen normalerweise 24 Stunden 7 Tage die Woche beschäftigt.
Man bekommt es nicht mehr mit.
Das einzige, was man mitbekommt ist der Artist, die Musik, die Leute - und sich selber.
Der Rest zählt nicht. Wenigstens für die paar Stunden.
Für die paar Takte des Lebens gibt es keine Probleme mehr.
Pures Glück.
Pure Zufriedenheit.
Pure Gelassenheit.
Pures Leben.
Gerade war ich auf einem Konzert.
Gentleman.
Die Karten gewonnen. Eigentlich hat sie mein Vater gewonnen, der für mich am Gewinnspiel teilgenommen hat.
Also war ich da mit meinem Vater.
Und wow.
Es war alles Vergessen. Die ganze Scheiße, die immer wieder über mich herein prasselt - vergessen.
Das einzige, was wichtig war: Die Musik und ich.
Zu Gentleman habe ich eine besondere Verbindung.
Das Lied "Hold on Strong" hat mir vor über einem Jahr sehr stark geholfen. Es war für mich ausschlaggebend und auch sehr stark Kraftgebend - um meine depressive Episode zu überwinden.
Seit dem... Ich liebe seine Musik. Ich liebe Gentlemans Texte.
Es ist für mich was besonderes.
Nach diesem Konzert verstärkt sich diese Bindung.
Mir geht es so unglaublich gut.
Welt! Fühle dich umarmt.
Verabschiedungen sind anstrenend, doof, hart, scheiße.
Ich musste mich schon zu oft verabschieden.
Schon, als ich nicht ganz verstanden habe, was es bedeutet, jemanden zu verabschieden.
Wie viel Emotionen in einer Verabschiedung stecken.
Wie viel Schmetz in einer Verabschiedung stecken kann.
Justin ist nun weg.
Mittwoch am Flughafen war es dann soweit.
Verabschiedet. Tschüss gesagt.
Letzte Worte, face-to-face.
Weg, durch die Passkontrolle.
Bye.
Bis in einem Jahr. In Düsseldorf, am Flughafen.
In der Zwischenzeit skypen.
Wei gut es heute getan hat über Skype dich zu sehen, zu hören.
Wie anstrengend es ist, nicht "mal eben" zu dir fahren zu können, wenn man nicht weiß, was man machen soll.
Ich hoffe, du hast eine gute Zeit. Dort drüben, in Philly.
Lou verabschiedet.
Ich kann da nichts zu sagen.
Deine Abschiedsparty war gut.
Es war hart und anstrengend, weil ich außer dir und Alina niemanden kannte.
Trotzdem mich viel unterhalten.
Es war gut.
Und traurig, als ich dich das letzte Mal umarmen konnte.
Zwei von drei sind weg.
Ich weiß, ihr kommt wieder.
Es ist kein Abschied für immer - zum Glück.
Ich wüsste nicht, was ich ohne euch tun würde.
Meine Zimmer sind nun fertig.
Nach dem sie schon vor Monaten fertig gestrichen waren liegt nun der Laminat.
Fertig eingerichtet.
Bewohnbar.
Zum wohlfühlen.
Kunst an den Wänden, Kunst in mir.
Meine Kunst, meine Zimmer sind Kunst, der Ort, wo Kunst entsteht.
Der Ort, wo Ideen entstehen.
Der Ort, wo Gefühle entstehen.
Der Ort, wo Gedanken entstehen. Der perfekte Ort für mich.
Um meinen Horizont zu erweitern, neben der Fotografie, dem geschriebenem Wort, kleinen leichten Musikproduktionen und neben des Zeichnens will ich auf Farbe umsteigen.
Pastell; Kreide; irgendwann Acryl.
Passend dazu wird mein altes Zimmer, welches nun als Abstellzimmer der Müllsäcke, die sich durch die Arbeiten und das Ausmisten angesammelt haben, dient, umfunktioniert.
Es wird zum Gästezimmer - wenn meine Schwester auf Köln zu besuch kommt.
Und zum Atelier, für mich. Shit's getting serious. Die Kunst und ich kommen uns immer näher.
Die letzten 4 Tage voller Arbeit und Anstrengung, voller Muskelkater und ermüdeten Muskeln haben sich eindeutig gelohnt.
Es ist schön, wenn man sich seine eigene kleine Welt erschafft und am Ende vor dem Resultat steht und merkt, wie wohl man sich damit fühlt.
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Ich habe dich aus meinem Leben geschmissen.
Ich denke jeden Tag an dich. Wie könnte ich auch nicht.
Ich frage mich, wie es dir geht und hoffe, dass du langsam wieder die alte wirst. So, wie du warst, als ich vor ein paar Monaten vor deiner Tür stand.
Ich hoffe es so sehr.
Nicht für mich, denn, na ja.
Es kann zwischen uns nicht funktionieren.
So hart es war, ich musste es einsehen.
Eine Einsicht die schmerzlich, aber irgendwie tröstlich war.
Die schmerzlich, aber irgendwie tröstlich ist.
Ich hoffe es für dich.
Ich wünsche mir so sehr für dich, dass du dein kaputtes und teils verpfuschtes Leben hinbekommst.
Ich wünsche mir so sehr für dich, dass du dein Leben lebens- und liebenswert machst.
Ich wünsche mri so sehr für dich, dass du glücklich wirst.
Ich habe dich aus meinem Leben gelöscht.
Aus dem aktiven Leben.
Ich habe deine Handynummer nicht mehr.
Ich habe dich bei Facebook nicht mehr.
Ich habe die Bilder von dir auf meinem Handy gelöscht.
Das was ich schreibe kommt mir nur allzu bekannt vor. Schon so oft erlebt. Zu oft.
Vielleicht liegt es an mir?
Die Erinnerung an dich - ob schmerzlich, ob tröstlich - lebt.
Sie ist positiv. Denn das ist es, was ich von uns in Erinnerung halten möchte.
Die schönen Momente, auch wenn es zu wenig gab. Die kraftspenden Momente.
Die wahren Momente.
Die Wahrhaftigkeit.
Das Sein.
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Bald seid ihr weg.
Bald fangt ihr an zu studieren.
Bald gehe ich wieder zur Schule.
Oh man, was wird das für eine Zeit?
Nein, ich habe keine Angst. Aber wirklich wohl fühle ich mich bei dem Gedanken nicht. Nein, ich habe keine Panik.
Aber ich freue mich auch nicht. Nein, ich mach mir keinen Stress.
Aber richtig entspannt bin ich auch nicht.
Ich weiß, dass ich das händeln kann, wenn ich es wirklich will. Das ist entscheident.
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Chakuza - Windmühlen - live - unplugged
[...]
kein bisschen Druck da - ein Wunder?
Nein, das ist keins ich ziehe los, ich flüchte
[...]
Ungewohnt, dass es mal dunkel, mal hell ist
Ich renn rum, stummer Held - der Hutmacher von Alice
All das abzuwaschen, war nicht einfach, aber tu es
Ab unter die Dusche, in den Abfluss mit der schwarzen Tusche
Und ich kann mich noch bis heute erinnern
Sie versprachen mir das Blaue vom Himmel, kreuzten die Finger
[...] Ich war immer kurz davor aus der Stadt zu fliehen
Kein falsches Lachen, nie wieder Theater spielen
Lass alles hängen, endlich wieder wie ein Kind fühlen
Nie wieder kämpfen gegen Windmühlen
[...]
Alles zig mal verpatzt, aber Stop, Schluß jetzt
Ein Shot Wodka Puschkin in ein trockenes Flußbett
Ich helf mir selbst, schalte meinen Kopf aus
[...]
Manchmal lauf ich hier auf glühenden Kohlen
Manchmal glaub ich, ich erfrier, es ist kühl, doch fühle mich wohl
Verwüste meine Wohnung, dann schlafen gehen draußen
Es ist laut, Schafe zählen - tausend
[...] Ich war immer kurz davor aus der Stadt zu fliehen
Kein falsches Lachen, nie wieder Theater spielen
Lass alles hängen, endlich wieder wie ein Kind fühlen
Nie wieder kämpfen gegen Windmühlen
[...]
20 Jahre, voll Hass und enttäuscht
Aber halt alles neu bevor das Fass überläuft
Ich werd's ein allerletztes Mal riskieren
Mit aller Kraft um mich schlagen wie ein verletztes Tier
Und so heftig, dass sie später mal Geschichten erzählen
Mein Gesicht vor sich sehen, ich lass das Licht an, wenn ich gehe
Ich bin verschwunden, nicht mehr hier, ich bin weg
Und was am anderen Ende des Tunnels passiert, intressiert mich einen Dreck
Da war es soweit.
Endlich.
Raus hier.
Weg hier.
Freiheit.
Camping.
Freunde.
Meer.
Es war geil. Genial. Richtig gut. Immer wieder.
Lange habe ich mich nicht mehr so frei gefühlt, wie dort.
Camping in de Lepelaar.
Einfach abschalten, genießen, gute Zeit mit guten Menschen haben.
Wunderbar.
Ein fettes ♥ und ein riesiges Danke an meine Jungs.
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Und immernoch denke ich an dich. Wie könnte ich auch nicht. Es wäre schon traurig, wenn ich es nicht tun würde.
Dennoch will gar nicht mehr an dich denken.
Jedesmal schmerzt der Gedanke an dich.
Ich schreibe diese Zeilen und meine Hände fangen an zu zittern.
Nein, das will ich gar nicht.
Ich sehe Bilder von dir, in Australien. Tränen schießen in meine Augen.
Ich gucke nach, wann du das letzte mal bei What's App on warst, ich Idiot.
Irgendwie erhoffe ich eine Nachricht.
Aber was würde diese schon ändern? Wenn du deine Gedanken nicht änderst?
Warum ich das schreibe kann ich auch nicht genau sagen.
Eigentlich müsste ich dich aus meinem Leben verbannen - aber irgendwie hoffe ich noch.
Warum, nein das weiß ich nicht. Vielleicht weil du die erste Frau bist, die ich wirklich an meiner Seite haben will.
Fuck.