Ich sitze in der Bahn. Es regnet. Fahre nach Hukingen, zu einer Freundin. Höre Wolke 7 - Max Herre feat. Philipp Poisel.
Bin müde. Gestern zu viel Alkohol. Knapp am Absturz vorbei geschrappt.
iPhone raus. Blogger auf. Schreiben.
Wow. Was führe ich für ein Leben.
Alles ist ungeordnet. Alles ist durcheinander. Muss mich jeden morgen du aufraffen in die Schule zu gehen. Nicht, weil ich unmotiviert bin. Sondern weil ich kaputt bin. Nicht gut schlafe. Muss mir jeden morgen Kaffee mit in die Schule nehmen, um durch den Tag zu kommen. Anstrengung. Zur Schule. Mal das beste geben. Mal fast einschlafen. Müde nach Hause kommen. Essen. Tee trinken. In weiter im Programm. Nur leider zu oft das falsche Programm.
Anstatt zu lernen einfach fernseh gucken, mit Freunden unterwegs. Abends das schlechte Gewissen - wieder nichts getan.
Ich arbeite an mir. Tu mehr. Schritt für Schritt. Ich kann es, muss es nur wollen.
Los geht's.
Bin mit meinem fotoprojekt fertig. Ende des Monats folgt die Ausstellung. Darauf wird sich nun vorbereitet. Irgendwas muss ja laufen.
Wie gesagt. Gestern zu viel Alkohol. Bei Justin gewesen. Mit einer Freundin die ich sehr mag aber seit Anfang der Sommerferien nicht mehr gesehen habe.
Ein sixpack Bier. Eine Flasche Tequila. Ein bisschen shisha rauchen.
Es sollte ein lustiger, guter Abend werden. War es auch. Bis zu einem Punkt.
Justin wusste es nicht ganz, ich gar nicht.
Ihr Vater ist seit dem Sommer tot. Sie sagt immer, es war ein Unfall. Nein, es war Selbstmord. Wow.
Wir waren betrunken. Ich konnte es gar nicht richtig verstehen.
Ihre Freundinnen, Menschen von denen sie dachte sie wären für sie da. Haben sich von ihr abgewendet. Als sie sie am meisten gebraucht hätte.
Verständnislosigkeit macht sich bei mir breit.
Wie kann man nur?! Was sind das für Menschen?
Heute kam bei Justin und mir die frage auf, wonach man sich Freunde aussucht. So viele Leute, mit denen wir befreundet sind, sind in Therapie. Aber das sind meist die besten. Die, die wirklich da sind. Wirklich unglaublich. Vielleicht haben wir einen Helferkomplex und fühlen uns deshalb dabei so wohl. Nun ja.
Leben ordnen steht bei mir auf der Tagesordnung. Langsam wird's wirklich Zeit.
xo.